Naturschutz und Bodensicherheit: Wie Qair mit PFAS im Projektgebiet umgeht
Das Gebiet des geplanten Windparks Altötting ist großflächig. Aus diesem Grund haben wir in den vergangen 2 Jahren ein detailliertes Konzept, das die zahlreichen rechtlichen Vorgaben erfüllt, erarbeitet. Immer mit dem Ziel Natur und Trinkwasser bestmöglich zu schützen.
Qairs Bodenmanagementkonzept für den Windpark Altötting
Um diese Anforderungen sicher umzusetzen, hat Qair gemeinsam mit den zuständigen Behörden ein Bodenmanagementkonzept entwickelt. Damit kann der nötige Aushub um bis zu 60 % reduziert werden. Wo es technisch möglich ist, werden mobile Arbeitsplatten genutzt und große Eingriffe in den Boden vermieden. Dort, wo diese Platten nicht genutzt werden können, kommen spezielle technische Lösungen zum Einsatz, die die Situation im Boden verbessern und das Grund- und Trinkwasser bestmöglich schützen.
Vier mögliche Fundamentvarianten
Auf welche Weise die Windradfundamente am Ende eingebaut werden, entscheidet sich je nach der PFAS-Belastung direkt am Standort. Vor dem Bau werden jeweils die Wurzelstöcke entfernt und die oberste organische Schicht abgesaugt.
- Option 1: Die ausgehobene, belastete Erde wird sofort fachgerecht entsorgt.
1a: Die Fundamente werden standardgemäß in einer Tiefe von 3,75 m verbaut.
1b: Die Fundamente werden erhöht eingebaut, um Aushub zu vermeiden; das umliegende Gelände wird mit Schotter angehoben. - Option 2: Die belastete Erde bleibt gesichert am Standort und wird erst beim Rückbau entsorgt.
2a: Die Fundamente werden standardgemäß in einer Tiefe von 3,75 m verbaut.
2b: Die Fundamente werden erhöht eingebaut, um Aushub zu vermeiden; das umliegende Gelände wird mit Schotter angehoben.
Nach der Betriebszeit werden alle Fundamente vollständig entfernt und die Flächen wiederhergestellt. Qair lässt zunächst alle vier Varianten genehmigen, um nach den Bodenproben die jeweils verträglichste Lösung auswählen zu können. Die endgültige Bauweise soll 2027 feststehen.
Kranstellflächen ohne Aushub von belastetem Material
Auch hier werden Wurzelstöcke entfernt und die organische Schicht abgesaugt. Anschließend werden die oberen Bodenschichten mit einem Kalk-Zement-Gemisch stabilisiert. Dadurch kann komplett auf den sonst nötigen Aushub von rund 2000 m3 belasteter Erde verzichtet werden. Danach folgt eine Kiesschicht. Beim Rückbau wird das Kalk-Zement-Gemisch wieder aufgelockert und die Fläche rekultiviert.
Wasserschutz hat oberste Priorität
Qair stellt mit diesem Konzept sicher, dass auch das örtliche Wasserschutzgebiet umfassend berücksichtigt wird. Die Planung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt. Ein notwendiger Transportweg führt etwa einen Kilometer durch die Schutzzone II des Öttinger Forstes, liegt jedoch in deutlichem Abstand zu sämtlichen Brunnen und Flächeneingriffe erfolgen rein oberflächlich.
Neue Datengrundlage für die Region
Die neuen PFAS-Messungen helfen nicht nur Qair, sondern auch dem Landkreis, passende Maßnahmen und Entsorgungslösungen zu entwickeln. Mit dem Bodenmanagementkonzept und weiteren Gutachten sorgt Qair dafür, dass Auswirkungen auf Mensch und Natur so gering wie möglich bleiben und alle Vorgaben sicher erfüllt werden